Tierärztliche Praxis Schwarmstedt
Pferde, Kleintiere und Klauentiere

Die nierenkranke Katze


Eine der häufigsten Erkrankungen der älteren Katze ist die chronische Niereninsuffizienz, so nennt man den schleichend verlaufenden Funktionsverlust der Nieren. Nieren sind hart im nehmen und so kann die Erkrankung lange Zeit fortschreiten, ohne dass man das Geringste bemerkt.
Da deutlich sichtbare Symptome wie vermehrtes Trinken und Urinieren erst sehr spät im Verlauf der Krankheit auftauchen, glauben viele Katzenhalter an eine akute Erkrankung wenn ihnen auffällt, dass die Katze mehr trinkt als früher und häufiger die Toilette aufsucht. Diese Symptome fallen vorrangig Haltern von Wohnungskatzen auf, da Freigänger ihre Blase häufig unbeobachtet im Freien entleeren.
Regelmäßiges Erbrechen, mangelnder Appetit 
und Gewichtsverlust über einen längeren Zeitraum können genauso Hinweise auf eine chronische Nierenerkrankung sein wie stumpfes, gesträubtes Fell und blasse Schleimhäute. Wird die Krankheit nicht behandelt, verliert die Katze durch die kranken Nieren immer mehr Flüssigkeit. Es kommt zur lebensbedrohlichen Austrocknung des Körpers. Gleichzeitig können die kranken Nieren Gifte nicht mehr ausscheiden und den Mineralstoffhaushalt nicht mehr regulieren.  Nur durch eine Untersuchung des Blutes und des Urins kann der Tierarzt eine Diagnose stellen.
Diese Erkrankung ist nicht heilbar. Doch mit der entsprechenden Behandlung und Diät kann sie in ihrem Fortschreiten aufgehalten werden. Gerade auch alternative Therapien wie z.B. die Homöopathie können helfen, der Katze lange Zeit eine gute Lebensqualität zu ermöglichen.
Bis heute weiß man noch nicht warum ältere Katzen so häufig unter chronischer Niereninsuffizienz leiden. Daher gibt es auch keinen Tipp wie man dieser Krankheit vorbeugen kann. Doch je früher man die Krankheit erkennt, desto besser schlagen die Diät und Behandlung an. Katzen ab einem Alter von sieben oder acht Jahren sollten daher regelmäßig zur Routineuntersuchung beim Tierarzt vorgestellt werden. Denn Katzen können bei guter Gesundheit durchaus 15 Jahre und älter werden.

Dr. Susanne Hupka