Tierärztliche Praxis Schwarmstedt
Pferde, Kleintiere und Klauentiere

Das alte Pferd


Nicht nur wir Menschen werden alt, sondern auch unsere Pferde. Ausgewogene Fütterung, artgerechte Haltung und tierärztliche Hilfe tragen dazu bei, dass Pferde heute weit über 20 und sogar über 30 Jahre alt werden können. Ebenso wie junge Pferde spezielle Ansprüche an uns stellen, bedürfen auch ältere Pferde einer besonderen Pflege, um gesund zu bleiben.  Denn das Alter an sich ist keine Krankheit.

Im Allgemeinen wird ein Pferd als "alt" eingestuft, wenn es ein Lebensalter von 20 Jahren erreicht hat. Allerdings gibt es viele Pferde, die in diesem Alter noch topfit sind.

Mit zunehmendem Alter arbeiten Herz, Leber, Nieren, der Verdauungstrakt und auch das Immunsystem nicht mehr so gut wie früher, der Hormonhaushalt verändert sich. Muskeln werden abgebaut, Gelenke und Sehnen verlieren an Elastizität und die Gelenke schmerzen. Alte Pferde sind oftmals anfälliger für Erkrankungen und brauchen länger, um sich von Krankheiten und Verletzungen zu erholen. Deshalb gibt es einige Dinge zu beachten.

Bei älteren Pferden ist es wichtig, das Gebiss einmal im Jahr überprüfen und ggf. korrigieren zu lassen um so die Zahngesundheit und damit eine problemlose Futteraufnahme lebenslang zu erhalten. Eine ausgewogene, altersgerechte Fütterung ist sehr wichtig, da ihr Verdauungstrakt nicht mehr so gut arbeitet wie früher. Auch Veränderungen im Hormonhaushalt und im Stoffwechsel tragen dazu bei, dass das Futter schlechter verdaut und aufgenommen wird. Regelmäßige Entwurmungen und Impfungen sind und auch ein regelmäßiger Organcheck über eine Blutprobe sind wichtig, um Krankheiten rechtzeitig erkennen zu können.

Eine gute Hufpflege und eine angemessene Bewegung erhalten die Beweglichkeit und beugen dem Muskelabbau vor.

Viele altersbedingte Erkrankungen lassen sich dennoch nicht vermeiden, können jedoch oftmals sehr gut mit Medikamenten behandelt werden. Eine Vielzahl von Naturheilverfahren (z.B. Akupunktur, Homöopathie, Bioresonanz) werden außerdem mit gutem Erfolg eingesetzt und können den Einsatz von Medikamenten reduzieren.

Ziel ist es, dem Pferd möglichst lang ein artgerechtes Leben bei guter Lebensqualität zu erhalten und ihm einen schönen Lebensabend zu ermöglichen. Sprechen Sie Ihren Tierarzt an, er hilft Ihnen gern weiter.

Dr. Susanne Hupka, Schwarmstedter Rundschau